Transparenz: Server, DNS, Backup, Insolvenzfall · gtgmail.de
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E-Mail-Service · Infrastruktur in Deutschland

Transparenz

Wo läuft das, wer betreibt es, was passiert mit den Daten?

Kleine Mail-Dienste leiden zurecht unter einem „Black-Box"-Vorbehalt. Du gibst uns deine Mails, ohne genau zu wissen, was im Hintergrund läuft. Diese Seite beantwortet die wichtigsten Fragen so konkret wie möglich. Wenn etwas fehlt, schreib an kontakt@gtgmail.de. Wir nehmen es auf.

Anbieter

Betrieben als Einzelunternehmen OneNext IT (Inhaber Firat Aydogan) mit Sitz in Köln. Vollständige Anbieter­kennzeichnung im Impressum. Persönlich erreichbar, keine Hotline, kein Ticket-Bot.

Server-Standort

Application-Server und Datenbank laufen bei Hetzner Online GmbH im Rechenzentrum Deutschland. Mail-Server (SMTP/IMAP) auf separater Hardware, ebenfalls bei Hetzner in Deutschland. Es gibt keine Mit-Serverstandorte außerhalb der EU.

DNS

Wir betreiben unseren eigenen autoritativen Nameserver (PowerDNS, selbst gehostet) mit DNSSEC-Signierung. Domain-Registrierung erfolgt über die netcup GmbH (Karlsruhe), die DNS-Auflösung läuft jedoch ausschließlich über unsere eigenen Server. Dadurch sind SPF-, DKIM-, DMARC- und DANE-Einträge unter unserer direkten Kontrolle.

Verschlüsselung

  • Transport (HTTPS): TLS 1.2 / 1.3 mit Perfect Forward Secrecy, HSTS aktiviert.
  • Mail (SMTP/IMAP): STARTTLS Pflicht, zusätzlich DANE/TLSA für ausgehende Verbindungen.
  • Passwörter: Argon2id-Hash. Zusätzlich sind Mailbox-Zugangsdaten in der Datenbank mit AES-256-GCM verschlüsselt. Der Schlüssel liegt nicht in der Datenbank selbst.
  • Notizen, Kontakte und Kalender: Notizinhalte, alle Kontaktfelder (Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Notiz) sowie Titel und Beschreibung Ihrer Termine liegen mit AES-256-GCM verschlüsselt in der Datenbank. Das schützt Backups und Datenbankzugriffe. Es ist Verschlüsselung auf dem Server, keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: der Server entschlüsselt beim Anzeigen für Sie.
  • PGP/OpenPGP: Optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Nutzern. Schlüssel werden im Browser entschlüsselt, der Server sieht den Klartext nie.
  • Eingangsverschlüsselung (optional): Eingehende Mails werden bei der Zustellung mit deinem PGP-Schlüssel verschlüsselt abgelegt. Ab dann können auch wir sie nicht mehr lesen und bei Verlust deiner Passphrase nichts wiederherstellen. Ehrliche Grenzen: Betreff und Absender bleiben Klartext, der Spam-Schutz prüft vor der Verschlüsselung und der Weg bis zu unserem Server bleibt wie er ist. Deshalb nennen wir es nicht Ende-zu-Ende.

Backup

Tägliche automatische Snapshots der Datenbank, Aufbewahrung 14 Tage rollierend. Mail- und Mailbox-Daten werden ebenfalls täglich gesichert. Backups liegen verschlüsselt auf separater Hetzner-Infrastruktur in Deutschland, nicht auf demselben Server wie die Live-Daten. Restore-Prozeduren werden regelmäßig getestet.

Datenexport: Du behältst die Kontrolle

Du kannst jederzeit deine Mails per IMAP herunterladen (z. B. mit Thunderbird, Mail.app oder mbsync), deine Kontakte per CardDAV und Termine per CalDAV synchronisieren. Das ist kein proprietäres Format. Du bindest gtgmail.de mit denselben Standard-Protokollen ein, mit denen du jeden klassischen Mail-Dienst nutzen würdest.

Was passiert, wenn der Betreiber ausfällt?

Die ehrliche Antwort zuerst: hinter gtgmail.de steht das Einzelunternehmen OneNext IT und damit vor allem eine Person. Ein Versprechen über Jahrzehnte kann dir ein junges Unternehmen nicht seriös geben. Wir sind auf dem Weg, ein etabliertes zu werden und bauen den Dienst so, dass er nicht am Kalender einer einzelnen Person hängt:

  • Der Kernbetrieb läuft ohne tägliches Zutun. Zustellung, Spam-Filterung, Abrechnung, Vertragsabläufe, Erinnerungen, Backups und Statusüberwachung sind automatisiert und darauf ausgelegt, auch über viele Monate ohne manuelles Eingreifen weiterzulaufen. Für Diagnose und Fehlerbehebung setzen wir zusätzlich KI-gestützte Werkzeuge ein.
  • Notfallplan für den Ernstfall. Für den Fall von Krankheit oder längerem Ausfall des Betreibers ist eine feste Vertretung benannt. Sie übernimmt den Betrieb anhand einer dokumentierten Übergabe-Mappe und beauftragt bei Bedarf einen externen IT-Dienstleister. Die laufenden Betriebskosten sind für mindestens ein Jahr im Voraus zurückgelegt: der Dienst verschwindet nicht von heute auf morgen und für einen geordneten Übergang oder notfalls eine geordnete Abwicklung (siehe nächster Abschnitt) bleibt genug Zeit.
  • Hardware-Ausfall. Fällt der Server aus, wird der Dienst aus den täglichen, getrennt gelagerten Backups (siehe oben) auf einem Ersatzsystem wiederhergestellt. Der Ausbau zu einem hochverfügbaren Betrieb auf einem zweiten System ist Teil unseres Fahrplans.
  • Dein wichtigster Schutz: deine Daten sind nie eingesperrt. Export jederzeit unter „Meine Daten" in Standardformaten, dazu IMAP, CardDAV und CalDAV. Nach Vertragsende bleiben 30 Tage im Lesemodus. Selbst im schlechtesten Fall verlierst du nicht deine Daten, sondern wechselst mit ihnen den Anbieter.

Was passiert, wenn der Dienst eingestellt wird?

Wir würden eine geplante Einstellung mindestens 90 Tage im Voraus an alle aktiven Konten per E-Mail ankündigen. In diesem Zeitraum bleibt dein Postfach uneingeschränkt nutzbar und du kannst per IMAP/CardDAV/CalDAV alle Daten herunterladen. Im Fall einer Insolvenz wäre der Insolvenzverwalter gesetzlich verpflichtet, dir den Zugang zu deinen Daten zu gewährleisten. Die Speicher- und Verschlüsselungs-Architektur ist so gewählt, dass ein Export grundsätzlich möglich bleibt.

KI-Assistent: was er darf und was nicht

Seit August 2026 gibt es einen zubuchbaren KI-Assistenten im Postfach. Weil „KI" und „E-Mail" zusammen eine berechtigte Frage aufwerfen, hier die Antwort in klaren Worten:

  • Er ist aus, bis du ihn fragst. Es gibt kein Vorauslesen, keine Analyse im Hintergrund und kein automatisches Zusammenfassen beim Öffnen einer Mail. Damit er überhaupt eine Mail lesen darf, gibst du das einmal frei. Widerrufbar mit einem Klick.
  • Er kann nicht senden. Kein Werkzeug zum Versenden, Löschen, Verschieben oder Buchen. Das ist nicht nur Bequemlichkeit: ein Assistent ohne Kanal nach draußen kann von einer manipulierten Mail nicht dazu gebracht werden, Daten zu verschicken.
  • Er bleibt in der EU bzw. dem EWR. Verarbeitung bei der DeutschlandGPT GmbH (deutsches Unternehmen) als Auftragsverarbeiter, Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Die KI-Antwort entsteht in Rechenzentren innerhalb der EU bzw. des EWR; das eingesetzte Sprachmodell kann wechseln. Kein Training mit deinen Inhalten, keine Speicherung danach. Deine Mails selbst bleiben davon unberührt in Deutschland gespeichert.
  • Verschlüsselte Mails bleiben zu. Dein privater PGP-Schlüssel verlässt den Browser nicht. Der Assistent weist solche Nachrichten ab, statt sie zu verarbeiten.

Was bei uns gespeichert wird, ist nicht der Inhalt, sondern nur, dass eine Anfrage stattfand: Zeitpunkt, Konto, Modell und die Zahl der Token. Das brauchen wir für die Abrechnung des Kontingents. Die Einzelheiten stehen in § 4h der Datenschutzerklärung.

Sicherheitslücken melden

Wenn du eine Schwachstelle findest, schreib uns an security@gtgmail.de. Maschinenlesbarer Kontakt unter /.well-known/security.txt (RFC 9116). Wir antworten in der Regel innerhalb von 72 Stunden und bedanken uns mit einer Nennung in der Veröffentlichung, wenn du das möchtest.

Was wir nicht tun

Vertrauen entsteht oft mehr aus dem, was ein Dienst nicht tut, als aus dem, was er verspricht.

  • Wir verkaufen oder vermieten keine Adress- oder Inhaltsdaten, an niemanden.
  • Wir trainieren keine KI-Modelle mit deinen Mails, Kontakten oder Kalendereinträgen. Auch unser Dienstleister für den KI-Assistenten tut das nicht (Zero Data Retention, vertraglich zugesichert).
  • Wir setzen keine Tracking-Pixel und keine Cookies von Drittanbietern auf der Website.
  • Wir lesen deine Mails nicht mit. Spam-Filterung läuft serverseitig automatisiert ohne Personenbezug. Der zubuchbare KI-Assistent liest ausschließlich die Mails, die du ihm in dem Moment zeigst. Nie von sich aus, nie im Hintergrund.
  • Wir hängen keine Werbung in deine Mails und keine Marketing-Beilagen an System-Mails an.
  • Wir betreiben kein eigenes „Analytics“: keine Plausible, kein Matomo, kein Google.
  • Wir bauen keine KI-Funktion ein, die von selbst anspringt. Was der Assistent tun darf, entscheidest du und du kannst es jederzeit zurücknehmen.

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Stand: August 2026